Warum sich dein Körper gegen Veränderungen wehrt und wie du dagegen angehen kannst!

Die Macht der Gewohnheit ist so stark und hindert uns oft daran unsere Ziele zu erreichen, wie sich endlich mal gesünder zu ernähren, mehr Zeit für sich zu haben oder sich selbstständig zu machen. Manchmal inspiriert uns ein Mensch, dem wir begegnet sind, ein Buch oder vielleicht sogar ein Seminar, das uns aufrüttelt und uns ins Handeln bringt. Plötzlich sind wir von unserer Idee angefixt und sicnd hoch motiviert. Doch der Hype hält grad mal ein paar Tage und wir verfallen in alte Gewohnheitsmuster. Dafür sind deine Hormone zuständig, die dich hindern Gewohnheiten zu ändern. Lass dich von denen nicht aus der Balance bringen! Verstehe wie die biochemischen Botenstoffe in deinem Gehirn funktionieren und es wird dir einfach fallen, deine ungewollten Gewohnheiten zu verändern.

Wieso ist das so? Warum fällt es uns schwer, Gewohnheiten zu verändern?

Du solltest zuerst einmal den Grund kennen, warum wir einige Dinge mit Leichtigkeit tun und es uns schwer fällt andere Dinge zu tun. Wenn du dieses weißt und verstehst, kannst du ins Handeln kommen und Dinge in deinem Leben verändern, die dich weiter bringen, gesünder werden lassen und glücklicher.

In unserem Gehirn laufen bestimmte biochemische Vorgänge, die du dir selbst im Laufe der Zeit einprogrammiert hast. Du kommst von der Arbeit nach Hause und setzt sich vor dem Fernseher oder verbringst deinen Abend auf der Couch während du stundenlang auf Social Media Plattformen surfst. Dies ist ein fester Ablauf, den du in dein Gehirn programmiert hast. Du hast dich einfach daran gewöhnt, dass dies der Ablauf ist, wenn du nach Hause kommst. Deshalb möchte dein Körper und dein Verstand nichts anderes unternehmen, als das, was er bereits kennt. Doch du möchtest deiner Gesundheit und deinem Wohlbefinden was Gutes tun und in der frischen Luft joggen gehen.

Das Problem:

Doch jedes Mal, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, fühlt es sich für dich nicht richtig an, joggen zu gehen. Dein Körper ist einfach daran konditioniert, dass du es dir mit Schokolade auf der Couch bequem zu machst. Wenn du den Abend anders verbringst als gewohnt, fühlt es sich die erstem Male wie Drogenentzug für die Körperzellen an.

Die Erklärung:

Es entsteht eine Verschachtelung zwischen deinen Gehirnzellen. Je länger du diese Gewohnheit hast, umso mehr Neurotransmitter (chemischen Botenstoffe zwischen deinen Gehirnzellen) werden produziert, die dafür sorgen, dass die Neuropeptide (Botenstoffe von Stress oder Glück) im Blut ansteigen. Die beeinflussen das Gleichgewicht des Körpers. Sie übermitteln die Informationen an die Drüsen, die mit den Hormonen verbunden sind. Unsere Hormone sind für unsere Gefühle zuständig. Zellen gewöhnen sich an die Informationen und deshalb fühl es sich falsch an, wenn wir etwas entgegen unserer Gewohnheit tun.

Mit diesen einfachen Tricks kannst du dein Gehirn umprogrammieren und aus der Komfortzone kommen:

Deine Vision/ dein Ziel muss klar formuliert sein. Was ist dir wichtig? Was sind deine Ziele? Wenn du diese kennst, musst du rückwärts die Gewohnheiten daraus ableiten. Nur so weißt du, an welchen Schrauben zu drehen ist, um deinem Ziel näher zu kommen.

Beispiel: 

Du möchtest mehr Zeit für dich am Abend haben? Gewohnheiten, die du daraus ableiten könntest, wären:

  • Definiere eine Uhrzeit, wann DEINE Zeit beginnt
  • Überlege dir, was du in der Zeit machen möchtest. Schreibe Dinge auf, die dir Spaß machen und Entspannung bringen.
  • Schaue, wann du deine Alltagsverpflichtungen, wie z.B. Einkaufen und Haushalt vor DEINER Zeit erledigen kannst. Vielleicht richtest du dir einen Tag ein, an dem du den Verpflichtungen nach gehst, um mehr Zeit für dich zu haben. So kannst du von den nervigen Dingen abschalten.

Es gibt nur zwei Gründe, warum wir Menschen unsere Gewohnheitsmuster ändern wollen. Entweder, wenn wir Schmerzen vermeiden oder Freude erfahren wollen. Der Trick liegt darin, dass du dein altes Gewohnheitsmuster mit starken Nachteilen verknüpfen solltest. Die Freude an gesunder Ernährung muss zum Beispiel viel größer sein, als die Freude jetzt grade die Tafel Schokolade zu essen.

Viele Mädels kennen die Situation beim Shoppen. Du siehst eine wunderschöne, leider viel zu teure Handtasche, die dir gefällt. Doch dein Ziel ist es Geld zu sparen, um dir ein neues Auto zu kaufen. Beim Kauf der Handtasche, erlebst du ein kurzfristiges Glückserlebnis- dein Körper produziert Dopamin, das sogenannte Glückshormon. Diese kurzfristigen Hormonausschüttungen hindern dich aber, dein Ziel- Geld für ein Auto anzusparen- zu erreichen.

Mein Tipp: Denke langfristig und behalte deine Vision im Fokus! Reize hast du im Alltag überall! Es ist fällt dir einfacher den Reizen standhaft zu widerstehen, wenn du dir vorstellst, welche enorm große Freude du empfindest, wenn du dein großes Ziel erreicht hast!

Schreibe dir drei bis fünf Handlungen auf, die dich ein Stück näher an dein Ziel bringen. Was ist grad der Schmerz, den du hast, wenn du es nicht tust, z.B. wenn du nach der Arbeit keinen Sport treibst? Der Schmerz müsste sehr groß sein: du wirst unbeweglich, nimmst immer mehr zu, leidest an deinen Rückenschmerzen usw. Ziehe den Vorteil, den du durch das Joggen nach der Arbeit hast, richtig groß auf: Du wirst dich glücklicher und ausgeglichener fühlen. Diese Gefühle haben großen Einfluss auf deine Beziehung mit deinem Partner, die sich dadurch verbessert! Im Job erlangst  du mehr Power und wirst erfolgreicher. Du nimmst ab und passt wieder in deine Kleidung, die schon viel zu tief in den Kleiderschrank gerutscht ist. Das Bedürfnis, diese Vorteile zu erlangen, muss viel größer sein, als den Schokoriegel zu essen und auf der Couch zu sitzen.

Nimm dein Leben in die Hand und setze die schlechten Gewohnheiten ab! Dein Durchhaltevermögen ist hier gefragt! Zum Anfang wird es sich vielleicht noch falsch anfühlen, doch je länger du dran bleibst, umso mehr programmierst du dein Gehirn um. Irgendwann fühlst du dich schlecht, wenn du das Joggen ausfallen lässt, um auf der Couch zu sitzen. Vielleicht kannst du dir das grad nicht vorstellen- glaub mir, so ist es! 😉

 

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